ferment Bildband 2021

Sehnsucht
Die Kraft des Wandels

 

Die Umbrüche, die durch Sehnsüchte angetrieben werden, sind überall spürbar. Hinter allem steht letztlich die Sehnsucht nach dem Sinn. 

Anton Ladner, Chefredaktor

Sehnsucht ist derzeit überall spürbar. Die Sehnsucht nach dem Leben vor Corona. Sie hat auch die Wissenschaft gepackt. Rund um die Welt wurde an Impfstoffen gearbeitet, um die Menschen gegen COVID-19 zu schützen. Noch nie sind Impfstoffe gegen eine Pandemie so schnell entwickelt und eingesetzt worden wie während der Corona-Krise. Die Sehnsucht ist in der Wissenschaft der grosse Treiber, sei es in der Bekämpfung der Volkskrankheiten Diabetes, Krebs oder der vielen Tropenkrankheiten, die einer Milliarde Menschen die Lebensqualität rauben. Aber auch bei Neuentwicklungen, um die Welt effizienter ernähren zu können, mit weniger schädlichen Folgen für das Klima.

Die Sehnsucht steht wohl beim Menschen immer am Anfang. Bei Ludwig van Beethoven war das Streben, seinen tiefen Liebesgefühlen Klang zu geben, durchdrungen von einer «unendlichen Sehnsucht», wie das Multitalent E. T. A. Hoffmann schrieb. Der zeitgenössische, aber anonyme Künstler Banksy bringt derweil in seinen provokativen Werken die Sehnsucht nach Frieden auf Erden zum Ausdruck. Für ihn zählt nur die Botschaft, nicht seine Identität.

Aber was liegt diesem innigen Verlangen nach Personen, Lösungen, Veränderungen zugrunde? Was ist Sehnsucht konkret? Weil der Begriff so schwer zu fassen ist, existiert er in vielen Sprachen gar nicht, der Germanismus Sehnsucht wird deshalb verwendet. Bei Platon betrifft die Sehnsucht das «anderswo Seiende und Abwesende». In der christlichen Tradition ist es der Wunsch nach Überwindung der Unvollkommenheit, in die der Mensch hineingeboren ist. Die Sehnsucht wurde deshalb im deutschen Idealismus zum Ursprung aller Religionen erklärt. Bei der Sehnsucht gehe es um die Frage nach dem Sinn der Welt. Der Philosoph des deutschen Idealismus Johann Gottlieb Fichte bezeichnete sie in diesem Zusammenhang als «Trieb, mit dem Unvergänglichen vereinigt zu werden und zu verschmelzen».

Der Bildband 2021 thematisiert die Sehnsucht in der Kunst, der Wissenschaft, der Wirtschaft und der Religion. Aber auch die Sehnsucht in der Politik, wo sie sich oft gegen überbordende Machtansprüche und Menschenrechtsverletzungen richtet und neu immer konkreter gegen die Klimaerwärmung. In Paris hat sich die Sehnsucht nach einer lebenswerten Stadt mit weniger Verkehr und mehr grünen Inseln als Massnahme gegen eine Überwärmung durchgesetzt. Ein Vorhaben, das in Europa wohl Schule machen wird.

Die Umbrüche, die durch Sehnsüchte angetrieben werden, sind überall spürbar. Hinter allem steht letztlich die Sehnsucht nach dem Sinn. Jeder Mensch ist berufen, ihn zu ergründen. Der ferment Bildband 2021 bietet auf vielfältige Weise Impulse, Sinn zu finden – auch in einem spirituellen Kontext.

Anton Ladner, Chefredaktor

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Bildband 2020: „Wohlwollen“
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Bildband 2019: „Grenzen überwinden“
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