Aktion Ziege an der OLMA

Seit 40 Jahren gibt es die «Aktion Ziege». Sie ist in den Jahren stetig gewachsen und ermöglicht Menschen in Südindien, ihren Alltag zu bewältigen und gesund zu leben. Die «Aktion Ziege» gehört an die Olma wie alle anderen Angebote. Auch in diesem Jahr werden wiederum Schülerinnen und Schüler des Gymnasium Friedberg und Schülerinnen der Maitlisek Gossau an zwei Ständen Ziegen verkaufen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.



Komm, bau ein Haus, das  uns beschützt

Die Strassenkinder von Hyderabad

Während meines theologischen Studiums in Nagpur hatte ich die Chance, mit den Strassenkindern  zu arbeiten. Ich war tief berührt vom unvorstellbaren Elend dieser schutzlosen Geschöpfe. Seit dieser Zeit sind mir diese Kinder ans Herz gewachsen. Nach meiner Promotion in Deutschland habe ich mich mit den Ursachen für die Probleme und den Gefahren, denen die Strassenkinder ausgesetzt sind, befasst, indem ich selber diese Kinder getroffen und mit ihnen gesprochen habe. 

Diese Kinder haben ihr Elternhaus verlassen und sind in die Grossstadt geflohen, um dort in Bahnhöfen, an Bushaltestellen, auf Bürgersteigen oder bei Mülldeponien einen Platz zum Überleben zu finden. Familiäre Streitereien, Trennung oder Tod der Eltern oder Misshandlungen durch Stiefeltern sind einige Gründe, welche diese Kinder auf die Strasse getrieben haben. Sie verdienen ihr Geld als Lumpensammler, Lastenträger, Schuhputzer, Portier, Kellner oder sie betteln. Mit dem Geld kaufen sie sich etwas zu essen und zu ­trinken, manchmal auch Alkohol und Drogen. Wenn Kinder und Jugendliche die meiste Zeit ohne elterliche Aufsicht oder anderen sozialen Schutz auf der Strasse verbringen, sind sie oft lebensbedrohlichen Gefahren ausgeliefert. Einige werden von Mafiabanden für deren kriminelle Zwecke eingesetzt oder zum Betteln gezwungen. Mitunter werden ihnen Gliedmassen amputiert.

Wir Pallottiner helfen diesen Kindern, indem wir sie von der Strasse holen und ihnen Zukunftsperspektiven aufzeigen. Dies leisten wir in zwei Einrichtungen. Die erste Einrichtung ist ein Übergangshaus zum Schutz der Kinder und liegt in Hyderabad. Diese Sieben-Millionen-Stadt verfügt über einen riesigen Bahnhof, wo die grösste Zahl von Strassenkindern in ganz Indien anzutreffen ist. Hier findet unser erster Kontakt mit den Bedürftigen statt. Wir versorgen sie kostenlos mit Essen, Kleidung und Medikamenten und führen ein erstes Beratungsgespräch. (Pater Balla SAC)


Schenken Sie einer armutsbetroffenen Familie einen Büffel

Als Tagelöhner in der Landwirtschaft verdienen sie zu wenig, um ihre Kinder ernähren zu können. Eine Dürreperiode in den letzten fünf Jahren hat ihre Situation weiter verschlechtert. 74 katholische Familien im südindischen Turpugudem leben in grosser Armut. Unser Mitbruder Pater Thomas Reddy setzt sich für sie ein, indem er Spenden sammelt und den Familien einen Büffel schenkt. Seit sieben Jahren arbeitet der Pallottinerpater Thomas Reddy in Turpugudem als Priester und Seelsorger und setzt sich für Arme in seiner Pfarrei ein. Um die wirtschaftliche Situation der Menschen zu verbessern, möchte er jeder in Armut lebenden Familie einen Büffel schenken: Wer eine Büffelkuh besitzt, kann ihre Milch verkaufen und so das Familieneinkommen aufbessern. Pater Reddy bittet seine Schweizer Mitbrüder um ihre Unterstützung. Er hält persönlich Kontakt zu uns und vermittelt unbürokratisch und zielgerichtet Hilfe an die Menschen, die sie am meisten benötigen.

 

 

Pater Thomas Reddy schreibt in einem Brief an Pater Erich Schädler: „Viele Menschen in unserer ländlichen Region arbeiten in der Landwirtschaft und verdienen als Tagelöhner ihr Auskommen. Aber nur während der Monsunzeit, die etwa sechs Monate dauert, finden sie tageweise oder gar nur stundenweise bezahlte Arbeit. Unsere Gegend litt zudem in den zurückliegenden fünf Jahren unter grosser Trockenheit, so dass grosse Teile der Ernte vernichtet wurden. Um die grösste Not zu lindern, möchte ich jeder armutsbetroffenen Familie eine Büffelkuh schenken. Für 350 bis 450 Schweizerfranken kann man auf dem lokalen Markt ein gesundes Tier erwerben, das auch sicher Milch liefert. Helfen Sie den Menschen in unserer Pfarrei und unterstützen Sie unser Projekt „Büffel“ mit Ihrer Spende.“


Mit Bildung aus der Armutsfalle

Wir fördern mit unserer weltweit tätigen Pallottiner-Gemeinschaft Kinder und Jugendliche mit konkreter Hilfe. Das ist dringend „not-wendig“. Denn die schulische Bildung der Jungen und Jüngsten aus armen Bevölkerungsschichten bedeutet Befreiung aus der Armut. 

Seit zehn Jahren bauen indische Mitbrüder in Madurai in Südindien ein neues Bildungszentrum auf. Es umfasst alle Stufen vom Kindergarten, über die Grundschule bis hin zum Gymnasium. Da der Staat dafür keine finanziellen Mittel zur Verfügung stellt, müssen Infrastruktur und Betrieb dauerhaft mit Spenden finanziert werden.

 In Montevideo in Uruguay haben Pallottiner vor Jahrzehnten eine Schule gegründet. Viele Eltern der mittleren und unteren Einkommensklasse können aber das nötige Schulgeld nicht  aufbringen. Die Schule steht vor grossen Herausforderungen: viele Räume sind veraltet und der Bau und die Einrichtungen müssen erneuert werden.

 In Dourados  in Brasilien unterstützen wir Schweizer Pallottiner das Jugendprojekt „Açao Familiar Crista“, damit junge Menschen in ihrer Not nicht zu schutzlosen Strassenkindern werden. Viele Familien leben in einem grossen Slumviertel am Rande der Stadt Dourados. „Açao Familiar Crista“ bietet den jungen Menschen eine sinnvolle Beschäftigung mit Unterrichtsstunden und mit verschiedenen Kursen für die Eltern. Grösstenteils leisten ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihren Einsatz. So ist in den letzten Jahren ein grossartiges Werk entstanden. Aktuell nehmen 175 Kinder das Angebot zur Bildungs- und Freizeitgestaltung wahr.